Nähreres zu Körperpfade - Wege ins Gleichgewicht

Wiederkehrende oder chronische, oft tiefsitzende An- und Verspannungen und damit ein zu hoher oder auch zu niedriger Tonus sind entweder die Ursache, eine Begleiterscheinung oder Folgen von vielen körperlichen und psychischen Beschwerden, Erkrankungen oder diffusen Missempfindungen wie Steifheit, Schmerz, Atemeinschränkung, Erschöpfung, Schlafprobleme, Bluthochdruck, Depressionen, Ängsten, psychosomatischen Erkrankungen etc. Selbst die Organe können betroffen sein. Gleichzeitig liegt häufig eine Störung der Körperwahrnehmung vor. Diese Dauerkontraktionen entstehen und verstärken sich durch sozialen und emotionalen Stress, Verletzungen, psychische Belastungen/Krisen, Dehydrierung, Bewegungsmangel, Fehlhaltungen, Überlastung/Überforderung, (Kindheits-)Traumata und unvorteilhafte Bewegungs- und Verhaltensmustern im Alltag, Beruf und im Sport.

Auch die Beziehung zu sich selbst (annehmend, wertschätzend, oder ablehnend/urteilend, im Zustand der Entfremdung), die eigenen, oft unbewussten Emotionen und Gedanken (Einstellungen, Überzeugungen, Glaubenssätze) sowie die Beziehung zur Umwelt finden sich im leiblichen Ausdruck wieder und stehen miteinander in einer Wechselbeziehung. Auch wenn es nicht gleich zu massiven Beschwerden oder Erkrankungen kommen muss, ist im Zustand der Entfremdung und der Folgen hieraus das Lebensgefühl und die emotionale Stimmung und Stabilität, die Freude an der Bewegung bzw. den Bewegungsmöglichkeiten sowie die Fähigkeit, Stress regulieren zu können stark eingeschränkt. Sogar das Interesse und die Offenheit für und an der Umwelt in einem Körper, der sich permanent zusammenzieht und weit von einer Wohlspannung entfernt ist, läuft auf Sparflamme.

Meist läuft dieses Zuviel an Muskel- bzw. Faszienspannung und "Nicht-loslassen-können" unbewusst ab. Das koordinierte Zusammenspiel zwischen Gehirn und Muskeln ist gestört. In den Stunden von Bewusst bewegen werden sie durch Übungen zur verfeinerten Selbstwahrnehmung und -erforschung und Körperbewusstseinstraining vor allem aus der Eutonie Gerda Alexander und dem Focusing dem Gewahrsein zugänglich gemacht. Wo halten wir fest? Wie fühlt sich Loslassen an? Wo und ggfls. warum strengen wir uns über die Maßen an? Wo fehlt Weite und Raum? Oft hilft dieses Bewusstwerden und sensorische Wachheit schon, um Veränderungen anzubahnen und in einen ausbalancierten Zustand zu gelangen. Somatische Übungen (nach Prof. Dr. Hanna, Schüler von Moshe Feldenkrais), ausgeführt mit Hingabe, Spürsinn, Leichtigkeit und Entdeckerfreude sowie Übungen und Erkenntnisse aus der Faszienforschung machen die ordnende und heilende Wirkung achtsamer und bewusster Bewegung sichtbar. Wieder in Kontakt mit unserem "Wunderwerk Körper" zu kommen, spielerisch seine Möglichkeiten zu erforschen und zu erweitern hilft, Dauerkontraktionen zu lindern oder sogar ganz zu lösen, Schmerzen zu verringern und den Bewegungsradius zu erweitern. Der Mensch findet sich.

Dies sind ausgedehnte, so genannte somato-psychische Lernprozesse. („Soma“ stammt aus dem Griechischen und bezeichnet den lebenden, sich selbst regulierenden und sinnlich wahrnehmenden Körper).

Körperpfade - Wege ins Gleichgewicht
soll ein Gegenentwurf zum vorherrschenden Zustand der Körperentfremdung sein. Ziel ist also das Wiederbeleben des gefühlten und bewusst bewohnten Körpers im gegenwärtigen Moment.

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